Trainerprofil von Michèle Knaup

Jahrgang: 1983
Region: Hamburg
Favoriten: Psyche, Taktik, Technik, Wettkampf

Der Einstieg der Route sieht schwierig aus. Der erste Haken ist sehr hoch, das Gelände bis dahin anspruchsvoll. Als du anfängst zu klettern, pressen sich deine Lippen aufeinander. Vor Angst runterzufallen hörst du auf zu atmen, deine Finger werden rutschig vom Angstschweiß. Shit! Der Blick nach untern verrät dir: Wenn du jetzt fällst, dann könnte es schmerzhaft werden. Ein Sturz aus dieser Höhe – oh Gott! Du merkst, wie der Gedanke deinen Herzschlag beschleunigt. Panik steigt in der auf. Vollkommen verkrampft kletterst du ab und stehst bedröppelt am Einstieg der Route.
Stop! RESET! Noch mal von vorne.
Der Einstieg der Route sieht schwierig aus. Der erste Haken ist sehr hoch, das Gelände bis dahin anspruchsvoll. Du merkst wie Aufregung in dir aufsteigt. Mit zwei tiefen Atemzügen und deinem Mantra „Ich kann das“ überwiegt die Zuversicht. Du hast dir die Züge von unten genau angeschaut – du weißt, was zu tun ist. Geschickt stellst du deine Füße noch ein wenig höher. Tief durchatmen. Clippen. Konzentration auf die nächsten Kletterzüge. Und plötzlich beginnt alles zu fließen, deine Bewegungen, dein Atem – die Grenzen zwischen dir, dem Fels und deiner Umgebungen scheinen sich aufzulösen. Die folgenden Meter bis zum Umlenker kletterst du wie in Trance. Oben angekommen. BÄM! Glücksgefühle, aber nicht zu knapp!
Kommt dir die Beschreibung dieser zwei Zustände bekannt vor? Fast jeder Kletterer hat sie schon durchlebt. Ob bei einem Klettertag in der Halle, am Fels oder bei einem Wettkampf. Störende Gedanken und körperliche Reaktionen auf der einen Seite, die uns daran hindern unser Bestes zu geben. Und auf der anderen Seite dieser Flow-Zustand, in dem uns alles gelingt, wir unbesiegbar sind und alles wie von alleine zu laufen scheint.
Die gute Nachricht ist: Flow kann man lernen. Denn Flow läuft weder von alleine noch ist Flow, wie es manchmal scheint, rein zufällig. Flow ist nichts anderes als das perfekte Bewegungsgefühl im Zustand höchster Konzentration. Das heißt: Techniktraining, Verbesserung deiner Taktik, gezielte Übungen zum Aufbau mentaler Stärke um die Komfortzone zu verlassen, Entspannungstechniken, Konzentrationsübungen undundund. All das kann dir helfen, dich zu verbessern und dieses wunderbare Gefühl nicht dem Zufall zu überlassen.
Denn darum geht es doch letztlich: Wir klettern, weil es Spaß macht, einem dieses tolle Gefühl vermittelt, die beste Version seiner selbst zu sein, sich stark zu fühlen. Mental und körperlich. Mir geht es darum. Und darum, andern zu helfen, dieses Gefühl zu erleben. Vom gelegentlichen Freizeit-Hallenkletterer bis hin zum Vollblut-Wettkämpfer.
Ich gebe seit über acht Jahren Klettertrainings und Coachings beim DAV Hamburg, bin dort Stützpunkttrainerin für den Hamburger Leistungskader (Lead/Speed/Bouldern) und arbeite seit zwei Jahren festangestellt in der Nordwandhalle als Trainerin im Bereich Breiten- und Leistungssport. Neben gaaaanz viel täglicher Praxiserfahrung als Klettertrainerin habe ich noch die Trainerlizenzen C und B Sportklettern Leistungssport (DAV) und befinde mich in Ausbildung zum Mentaltrainer C Leistungssport (DMA). Privat bin ich ständig am Fels unterwegs, vornehmlich Sportklettern in Frankreich und Spanien. Gelegentlich teste ich aber auch meine mentale Stärke bei alpinen Abenteuern u.a. in den Dolomiten, Schottland oder auf Korsika.

Qualifikationen:
Trainer B Sportklettern Leistungssport
In Ausbildung zum Mentaltrainer C Leistungssport (DMA)

Adresse:
20259 Hamburg
Mobil: 0049 160 9546 7404

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